Duisburg / Innenstadt.
Die Duisburger Karnevalisten haben auf dem Stadtfest in der Innenstadt gefeiert. Der neue Hofstaat hatte einen seiner ersten Auftritte.
„Seit elf Jahren machen die Duisburger Karnevalisten beim Duisburger Stadtfest Programm“, meinte Michael Jansen, Präsident des Hauptausschusses Duisburger Karneval. (HDK). „Ein Jahr müssen wir abziehen“, korrigierte nur zwei Minuten später Tobias Larisch, zweiter Geschäftsführer des närrischen Dachverbandes. Wegen Corona. So oder so: Ein Jubiläum war es auf jeden Fall. Und den gut gelaunten Besuchern war es am Sonntag rund um die Stadtwerke-Bühne am König-Heinrich-Platz auch egal.
Einmal mehr präsentierte sich der Stadtverband, dem aktuell rund 30 Vereine mit etwa 5000 Mitgliedern angehören, von seiner besten Seite. Und das bei gut temperiertem Wetter. „Endlich kann man mal wieder ein Jäckchen tragen“, freute sich Michel Jansen beim Anblick des Publikums. Und das war ziemlich froh, pünktlich zum Sommerbiwak mal nicht schwitzen zu müssen.
Das Programm setzte wie seit vielen Jahren vor allem auf Eigengewächse: Die tanzende „Fünkchengarde“ der KG Rote Funken zeigte ihr Können. Ebenso ihre Kolleginnen der Duisburger Musketiere. Und die „Piraten des Südens“ präsentierten sich als Multitalente: Sie tanzten, sangen und spielten Instrumente. Wer braucht da noch eine eingekaufte Cover-Band?
Im Zweifelsfalle schafft das in Duisburg übrigens auch ein Duo. „Stark reduzierte Einzelstücke“ ist der Name. Und ohne René Terlinden und Hannes Rother würde auch irgendwie was fehlen. Der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fehlte bekanntlich auch was. Zum Beispiel ein Sieg im Sechzehntelfinale. Aber man stelle sich vor, die Tänzerinnen der KG Königreich Duissern wären in den Kostümen des deutschen Teams aufgetreten, wenn das am gleichen Abend im Finale gewesen wäre. Tanzen wäre da möglicherweise Nebensache gewesen.
Absolut keine Nebensache sind übrigens die Tollitäten der Stadt Duisburg, die sich ihren künftigen Untertanen vorstellten. Die Kinderprinzen-Crew besteht aus Prinz Niklas I., Prinzessin Greta I.. sowie den Paginen Hanna und Leonie. Die vier sieben bis zehn Jahre alten Nachwuchs-Narren stammen aus der Stadtgarde Duisburg.
Die „große“ Prinzencrew aus dem zukünftigen Prinzen Oliver Wolters, seinen Hofmarschällen Sebastian Wolters und Michael Reinbold, der 2016 schon einmal Prinz war, sowie den Pagen Carina, Stephanie, Lara und Siobhan warb vor allem für eine tolle Aktion. unter dem Namen „Jecke Kids“. Sie soll jene, die sonst aufgrund von Handicaps keine Möglichkeit hätten, beim Rosenmontagszug mitzumachen, in das närrische Treiben einbeziehen.
Schlusspunkt war der Auftritt von „Kempes Feinest“. Die kölsche Band – eigentlich Grevenbroich – bot viel Mundart in modernem Gewand. Man darf sich auf die nächste Session freuen. Motto: „Närrisch blüht ganz Duisburg auf.“
Fotos von der Veranstaltung: Michael Söhring / HDK
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